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Author Topic: German Speakers  (Read 145964 times)
Vivy
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« Reply #270 on: May 23, 2006, 02:37:52 PM »

Hey Lisbeth!

Bin gespannt, was Deine Freundin zu BBM sagt.
Hätte selbst am liebsten jeden, den ich kenne, ins Kino geschleppt. Bei einigen hab ich´s geschaftt.Ich wollte/will einfach, dass so viele Leute wie möglich dieses Meisterwerk sehen. Und ich war gespannt, wie sie darauf reagieren.
Und wie man auch in diesem Forum sehen kann, lässt der Film niemanden kalt, der ihn gesehen hat. Sowas hab´ich vorher noch nie erlebt. Gut, man hat einige gute und auch sehr gute Filme gesehen, aber nicht einer hatte einen solch langanhaltenden Effekt auf die Menschen wie BBM.
Nicht zu fassen, was BBM in den Leuten auslöst. Man kriegt den Film einfach nicht mehr aus dem Kopf.
Ich finde es auch so faszinierend, dass er rund um den Globus die gleichen Emotionen auslöst.
Gott sei Dank können wir uns alle hier in diesem Forum über unseren Lieblingsmovie austauschen.
Thanx so much Dave & co !!!

Das Buch gefällt mir auch total gut. Hab es nach meinem ersten Kinobesuch gelesen.
Ich wünschte, wir hätten Ennis im Film die Worte "little darlin´" sagen hören. *träum*

Übrigens hab´ ich im main forum bei "last scene with Ennis/Jack together" auch was zu deinem post geschrieben.

So, dann bin ich mal gespannt, was Du von dem Kinobesuch mit Deiner Freundin erzählen wirst  Smiley

Viele liebe Grüße an Dich und den Rest hier!
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Stina
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« Reply #271 on: May 23, 2006, 03:04:16 PM »


Das Buch gefällt mir auch total gut. Hab es nach meinem ersten Kinobesuch gelesen.
Ich wünschte, wir hätten Ennis im Film die Worte "little darlin´" sagen hören. *träum*


Also, mit ganz viel Phantasie, voll aufgedrehtem Ton und Kopfhörern kann man meinen - die Meinungen gehen auseinander - dass er es sagt, kurz nachdem Jack "Son of a bitch" sagt. Aber das ist wie die endlosen Wer-sagt-was in der ersten und zweiten Nacht-Diskussionen. Wenn man es hören will, hört man es. Ich hab die Szene daraufhin dreimal auf DVD geguckt, hab es dabei einmal gehört und zweimal nicht.  Cheesy

Das Buch ist wirklich ausserordentlich. Na ja, vor allem die BBM Kurzgeschichte. Die restlichen Kurzgeschichten, da saß ich doch oft etwas kopfschüttelnd da.. Aber Brokeback Mountain - wie man mit so wenig Worten so viel ausdrücken kann, ist schon genial.
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"It was definitely like walking on the moon for the first time, but it wasn't the butt of a mule. I was kissing a human being with a soul." Heath Ledger on kissing Jake Gyllenhaal in Brokeback Mountain.
Lisbeth
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« Reply #272 on: May 24, 2006, 08:16:19 AM »

Hallo, Ihr alle!
Was soll ich Euch sagen, gestern bin ich wieder heulend im Kino gesessen, mein Herz lag mir wie ein Stein in der Brust und tat so unendlich weh.....Der letzte Blick von Ennis mit den Tränen in den Augen und dem unendlich traurigen Ausdruck im Gesicht......heul heul heul. Und dazu die Musik, es wird immer schlimmer anstatt besser, weil man sich ja mittlerweile immer mehr in die Charaktere hineinfühlt.
Meiner Freundin ging es übrigens genauso, sie war wie vom Blitz getroffen und konnte nichtmal mehr mit mir über den Film sprechen. So etwas hatte sie nicht erwartet und sie dankte mir tausendmal, dass ich sie ins Kino begleitet habe. Dabei bin ich froh, dass sie mit mir gegangen ist. Für mich ist die Wirkung des Films auf der Leinwand um so heftiger (als von der DVD), das habe ich gestern wieder gemerkt. Meine Freundin wollte nach dem Film allein sein um den Film zu verarbeiten, deshalb konnte ich leider nicht mit ihr darüber sprechen. Aber die Tränen in ihren Augen und die nicht vorhandene Farbe in ihrem Gesicht (sie war bleich wie der Tod) sprachen eine deutliche Sprache. Wenn sie sich gefangen hat, wird sie dann schon in der Lage sein, über den Film zu sprechen.

Ivy, ich habe Deine Mail in "last scene Ennis/Jack" gelesen und akzeptiere natürlich Deine Meinung. Ich habe jedoch eine andere, wie Du ja schon gelesen hast. Ich glaube, Jack's Tod war für Ennis so niederschmetternd, es hat ihn so fertig gemacht, dass vorübergehend seine schreckliche Angst davor, geoutet zu werden, darunter begraben war. Er konnte gar nicht anders als das zu tun, was er tat (Jack's Eltern zu besuchen usw.), weil er es tun musste.
Ich glaube auch, dass er nie einen anderen Mann angeschaut hätte und dass er Jack bis an sein Lebensende treu bleibt. Er wollte nie einen anderen und für mich verbringt er den Rest seines Lebens alleine mit den Träumen von Jack.
Ein klein bisschen was hat er ja doch "gelernt", er hat es über sich gebracht, zur Hochzeit seiner Tochter zu gehen, was ihm bestimmt sehr schwer fällt, weil er dort Alma begegnet. Er wird aber einer Auseinandersetzung aus dem Weg gehen und sich wieder in sich selbst verschließen.

Ich habe mir auch Gedanken darüber gemacht, warum die Meinungen darüber geteilt sind, ob Jack nun tatsächlich mit Ennis Schluß gemacht hat oder nicht. Meiner Meinung nach hat er das nicht, das Buch legt auch nahe, dass er nicht Schluß machen wollte, es war wie bereits beschrieben nur sein Frust, der hochkam, weil Ennis den Augusttermin hat platzen lassen. Mir kam so der Gedanke, dass vermutlich jeder von sich ausgeht. Jeder versetzt sich in die Situation der beiden und der eine hätte genug, könnte es nicht mehr aushalten, und würde sich Randall zuwenden, und der andere (so wie ich) glaubt an die ewige Liebe und Treue, die alles erträgt und alles aushält. Treu war Jack ja nicht, aber ich denke, dabei blieb es dann auch. Er hatte nie die Absicht, Ennis zu verlassen. Es gelang ihm nur nicht, die langen Wartezeiten auszuhalten. Tja. so sind die Menschen halt verschieden und das ist auch gut so. Wir können spekulieren solange wir wollen, am Ende ist alles wie am Anfang ....."nothing resolved, nothing ended". Auch bei uns hier.


Ich habe das jetzt im Zeitraffer geschrieben, denn es sind ja gleich ein paar Themen und ich will nicht seitenlang schreiben. In den anderen Threads ist das Thema ja auch schon ausführlich besprochen, und eine einvernehmliche Meinung wird sich nicht bilden, mich würde ja interessieren, wie Annie Proulx die Fortsetzung schreiben würde.

Irgendwo habe ich gelesen, dass sie auf die Idee des Buches kam, als sie irgendwo in einer Kneipe (in Wyoming) einen älteren Mann (Farmarbeiter) beobachtet hat, der abseits stand und einige junge Cowboys beobachtete. Seinen Blicken konnte sie so viel entnehmen, dass hier wohl die geistige Geburtsstunde ihrer Kurzgeschichte entstand. Sicher war dieser Mann ihr Ennis.

Zur Geschichte will ich noch kurz was sagen. Ich kann mir gar kein anderes Ende vorstellen. Ein happy end? Könnt Ihr Euch das vorstellen? Im wahren Leben wäre das natürlich das Schönste und Wünschenswerteste, aber zu diesem Film gehörte auch dieses Ende. Schluchzzzzzzzz......
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delb
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« Reply #273 on: May 25, 2006, 03:17:02 AM »

Lis, deine Einschätzung über Ennis teile ich voll und ganz. Eigentlich ist es ja unsinnig sich vorzustellen wie die Geschichte weiter geht, aber man tut es, gerade wenn es kein Happy End gibt, ganz automatisch...Auch für mich lebt Ennis für den Rest des Lebens alleine mit seinen gedanken an Jack, es sei denn, er begegnet noch Mal einer für ihn vergleichbaren Person, wills ihm wünschen Wink.  Das ist für mich Teil des Unterschiedes zwischen den beiden, Jack will sich gerne outen und sein Leben demnach gestalten, Ennis dagegen hat sich eben in Jack verliebt und kann mit seiner Homosexualität nicht richtig viel anfangen, hält sie auch nicht für besonders erwähnenswert. Schwulsein ist für ihn eine Schublade in die er nicht gesteckt werden will. Er möchte nur glücklich sein. So sehe ich das (wenngleich ich das natürlich, wie du schon sagst, auch sehr subjektiv sehe und mit meinen eigenen Vorstellungen färbe. Die Tatsache, schwul zu sein, finde ich für mich persönlich auch eher unwichtig. Am Ende wollen wir doch alle nur jemanden haben in dem (der) wir uns wiederfinden)

Mist, dass der Film hier nicht mehr läuft, leide etwas unter Entzug..... Sad
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fritzkep
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« Reply #274 on: May 25, 2006, 05:47:52 AM »

Fröhliche Himmelfahrt an alle, die heute Feiertag haben!

« Last Edit: May 25, 2006, 06:47:12 AM by fritzkep » Logged

Werd ich zum Augenblicke sagen, "Verweile doch! Du bist so schön..."
delb
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« Reply #275 on: May 25, 2006, 06:56:16 AM »

Fröhlichen Fronleichnam (Frohen Leichnam?)  Cheesy an alle, die heute Feiertag haben!

Hey Fritzi, hier eine kleine Lehrstunde in althochdeutsch Wink:

Das Wort Fronleichnam setzt sich zusammen aus 'fron' (= altdeutsch für 'Herr' oder 'Herren') und 'liknam' (= altdeutsch für Leichnam oder Körper) Deshalb bedeutet es also so ungefähr das gleiche wie 'Corpus Christi' im Lateinischen, (so wird der Feiertag glaube ich auch im englisch-sprachigen Raum bezeichnet?) hat also nichts mit 'froh' oder 'Freude' zu tun.

Danke gleichfalls für deine Wünsche, wenngleich ich dich noch mal verbessern muss, weil nämlich heute Himmelfahrtstag ('Day of Ascension'?)
ist, hihi.
Fronleichnam ist nach Pfingsten, was uns gleich wieder zu Ennis und Jack bringt, die sich ja darüber am Lagerfeuer unterhalten. Übrigens eine süße Szene mit Jacks Gesang und so....kann es kaum erwarten bald mal die DVD zu bekommen.

Außerdem wär ein bißchen Sonne und Wärme mal ganz schön....wie ist das Wetter in Virginia? Cheesy
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delb
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« Reply #276 on: May 25, 2006, 06:57:37 AM »

Oh Fritz, gemein, du hast deinen Fehler bemerkt und verbessert, wunderbares Internet....lasse meine Ergüsse aber stehen... Grin Grin
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fritzkep
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« Reply #277 on: May 25, 2006, 07:52:08 AM »

Danke für die Unterricht! Ja, ich wußte, daß heute Himmelfahrt war, aber aus unbekannten Gründen habe ich Fronleichnam geschrieben, wahrscheinlich nur wegen des Wortspieles mit fron/frohen.  Cheesy  Ich muß ein paar Wochen warten, dann kann ich das nochmal sagen (ich weiß, 15. Juni)  Wink.

Ja, der Fest heißt hier Corpus Christi. Als ich in einem kleinen Dorf (Aldrans) in der Nähe von Innsbruck in 1966-67 wohnte, hatte man eine schöne Prozession mit dem Pfarrer und vielen Leuten, als er den Leib von einem Altar zum anderen im Dorf trug, und bei jedem Altar einen kleinen Feier gemacht, mit Kanonen und den Tönen von der Dorfmusikkapelle. Ich wünsche, daß wir damals Videokameras hatten!

Wetter ist hier seit mehreren Tagen relativ kühl, unter 10C am Morgen und etwa 20-22C spät nachmittags. Aber nicht unangenehm. Leider ist heute wolkig, und Montag ist Feiertag (Memorial Day). Morgen habe ich frei, deswegen fahre ich heute nach Dienst nach West Virginia, und ich bleibe mit meinem Partner Earl bis Montag bei der Hütte in den Bergen da. Leider lockert der Berg Spruce Mountain Regen vom ganzen Mittelatlantikgebiet an (Spitze ist der höchste Berg in West Virginia um etwa 1420m, Hütte 853m). Seit mehr als 25 Jahren haben wir keinen Memorial Day Weekend gehabt ohne Regen, mindestens ein bißchen. Aber ich glaube, wir zwei finden irgendwie einen Weg, uns zu unterhalten..........  Wink

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Werd ich zum Augenblicke sagen, "Verweile doch! Du bist so schön..."
Uli
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« Reply #278 on: May 26, 2006, 07:22:19 PM »

Hallo,

nachdem ich nun auch schon seit einiger Zeit fleißig im Forum mitgelesen habe und damit bisher eher heimlich meine Sucht befriedigt habe, jetzt also mein erster Post.
Zum Eingewöhnen erstmal im deutschen Thread, den ich auch erst heute entdeckt habe.

Und es passt perfekt, da ich gelesen habe, dass es hier die "Qualität" der deutschen Synchronisation diskutiert wurde. Und seit ich den Film auf deutsch gesehen habe, ging es mir durch den Kopf, ob jemand, der nicht vorher die Originalversion kannte, wohl genauso durch diesen Film berührt werden würde, wie ich (und wahrscheinlich fast jeder, der sich hier herumtreibt) durch die Originalversion.
Ich bin seit ein paar Monaten regelmäßig in den USA und habe den Film Ende März hier im Kino gesehen. Hatte erst durch die kurzen Berichte, die ich Anfang März (zum Anlauf des Films) in Deutschland gesehen habe, überhaupt von dem Film erfahren - und beschlossen, dass ich ihn gerne sehen würde.
Ich war jedenfalls hin-und-weg. Ich bin (war) eigentlich kein Film-DVD-Käufer, aber ca. 2 Tage nachdem ich den Film gesehen hatte, war mir klar, ich muss die DVD kaufen, wenn sie in Deutschland rauskommt. Weitere 2 Tage später war mir klar, dass ich sterben würde, wenn ich bis August warten müsste. Also habe ich wirklich sofort am Erscheinungstag der DVD hier in den USA zugeschlagen (Ich war unendlich froh, dass ich den Film nicht schon im Januar hier gesehen hatte, denn dann hätte ich ja auch 3 Monate auf die DVD warten müssen...).

Als ich wieder in Deutschland war, war ich jedenfalls noch mal im Kino, um ihn auch auf deutsch zu sehen - wollte einfach wissen, wie er dann rüberkäme. Und ich muss wirklich sagen, ich war enttäuscht. Ich möchte noch nicht mal sagen, dass die Synchronisation schlecht wäre. Es liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich noch nie zuvor einen Film ca. 750 Mal im Original gesehen hatte, vor der deutschen Version und deshalb war eben der "Schock" so groß. Ich bin jedenfalls froh zu lesen, dass die deutsche Version die gleichen Folgen wie die Original-Version hatte.
Mir kam das Original aber eben viel "wahrhaftiger" und "echter" vor.
Außerdem habe ich, nachdem ich inzwischen noch einige andere Filme mit Jake Gyllenhaal gesehen habe (habe mich kurzfristig doch zum DVD-Käufer entwickelt - mit ziemlich einseitiger Filmauswahl  Wink), den Eindruck, dass noch keine perfekte Synchronstimme für ihn gefunden wurde. Und auch die Stimme von Ennis habe ich irgendwie als gewöhnungsbedürftig in Erinnerung (jedenfalls in diesem Fall im Vergleich zum Original) - vielleicht war es aber auch mehr der Unterschied in der Art, wie gesprochen wurde, als die Stimme selbst - ich weiß es nicht mehr so genau.

Das Argument, dass Filme mit Synchronisation viel mehr Menschen erreichen können, zieht natürlich absolut - auch ich hatte, als ich die DVD dann mit englischen Untertiteln gesehen habe, sehr viele "Aha-Erlebnisse", weil ich beim ersten Mal im Kino extrem viel nicht verstanden habe (vor allem "Nuschel-Ennis").

Jedenfalls kann ich auch den Leuten, die den Film auf deutsch toll fanden, nur empfehlen, ihn sich, wenn irgend möglich auch mal auf englisch anzusehen - denn dann ist er noch 1000000 Mal besser!!!

So, genug geschwafelt für meinen ersten Post!

Viele Grüße...
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« Reply #279 on: May 27, 2006, 10:37:08 AM »

Hallo uli,

ein heißes willkommen!! Wink

Sicher hast du recht was deine Einschätzung der Synchro betrifft, Original ist eben Original. Deshalb freue ich mich schon so auf die englische Fassung, die ich bisher noch nicht gesehen habe... Woran meint ihr liegt es wohl, dass die Ennis-Nuschelstimme so gar keine ist in der deutschen Fassung? Ich meine, man hat doch Zeit einen passenden Sprecher zu suchen, und auf deutsch nuscheln dürfte auch nicht zu schwer sein. Oder hat man bewusst einen anderen Weg gewählt weil....... Whut? Grund fällt mir so schnell keiner ein. Vielleicht ist man auch so im Zeitdruck, dass man irgendwas zusammenschustert? Wäre schade.... Was denkt ihr?
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Lisbeth
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« Reply #280 on: May 31, 2006, 08:19:01 AM »

Hallo, Uli und Delb!
Willkommen Uli! Schön, dass Du Dich uns angeschlossen hast.
Ich habe ja auch schon einiges zur Synchronisation geschrieben, Ihr kennt also meine Meinung. Das Genuschel von Ennis kann man meiner Meinung nach nicht übersetzen, jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen wie, und genauso ging es sicher den Leuten, die synchronisiert haben. Ich habe den Film ja zuerst im Kino (in deutsch) gesehen und da kamen mir schon einige Redewendungen sehr komisch vor, jedenfalls würde das kein Mensch so sagen (als Ennis z. B. sagt "das ist nicht richtig" als er erfährt, dass die Zeit auf dem Brokeback beendet ist). Er sagt zwar im englischen "that's not right" oder so ähnlich, aber in deutsch würde man so was doch nie sagen. In der Schule hätte ich für so eine Übersetzung eine 5 gekriegt. Es würde mich mal interessieren, wer den Film übersetzt hat. Da Ennis seine Lippen fast nicht bewegt, wäre es auch nicht schwer gewesen, sinngemäß zu übersetzen und nicht Wort für Wort.
Bevor ich den Film dann im Original sah (DVD), hatte ich dann die Story und auch das Screenplay gelesen und hatte keine großen Probleme, Ennis zu verstehen. Seine sexy Stimme ist im Deutschen auch verlorengegangen.
Aber egal, die Essenz des Filmes blieb erhalten und ich bin heute noch - fast 3 Monate nach Erscheinen des Films - im Brokeback-Mountain-Fieber. Alleine im Kino war ich insgesamt 8 mal mit verschiedenen Freunden/Freundinnen, denen der Film auch gefallen hat, die aber nicht so gepackt wurden wie ich. Ich bin eigentlich bis heute noch am Rätseln, warum, obwohl ich hier im Forum viele Meinungen gelesen habe, ich weiß einfach nicht, warum der Film mich wieder und wieder so umwirft. Ich bin eine ganz "normale" geschiedene Frau mit einer erwachsenen Tochter und habe einen Gutteil meines (turbulenten) Lebens hinter mir, habe viel erlebt, habe viele Filme gesehen und nichts - aber auch gar nichts - hat mich bisher so bis in die tiefsten Tiefen erschüttert wie dieser Film. Ich verstehe es nicht.
Die beiden Schauspieler habe ich bisher nicht gekannt, Ledger habe ich mal in "Grimm's Märchen" gesehen, aber da hinterließ er keinen bleibenden Eindruck bei mir. Es müssen also die Charaktere Ennis und Jack sein und ihre Geschichte, die mich so umwirft.

Mehr fällt mir dazu im Moment nicht ein.

Etwas anderes - Delb, ich habe gesehen, dass Du im Forum schöne Bilder eingestellt hast. Kannst Du denn vielleicht im "Book Project" (Our Campaigns) einen Beitrag leisten? Ich habe gesehen, dass im Moment noch nicht viel Vorschläge da sind und das ist schade, weil sich die Leute so viel Mühe geben. Ich kann das leider nicht, aber es wird um Vorschläge gebeten und vielleicht fällt Dir ja auch was ein.

Oder jemand anderem, der dies liest.
Es grüßt Euch Lisbeth

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delb
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« Reply #281 on: May 31, 2006, 03:12:07 PM »

@Lisbeth
Habe mich auch im 'Book Project' umgeschaut, glaube aber nicht, dass ich da viel beitragen kann....., weiß nicht genau was ich davon halte, wenngleich ich auch die Leute bewundere ob der Energie die sie da reinstecken.


Schön, was du über deine Eindrücke zum Film schreibst, kann sie wieder nur bestätigen, es ist bei mir jetzt einige Wochen her dass ich im Kino war, und ich vermisse es regelrecht (...warten auf DVD wie auf Godot Wink Wink)

Gruß, Markus

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Uli
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« Reply #282 on: May 31, 2006, 08:26:34 PM »

Hallo,

mich hat die Wirkung des Films auch umgehauen, so etwas Extremes habe ich bei einem Film noch nicht erlebt.

Ich kann mich an zwei Filme erinnern, die mich zum Zeitpunkt, als ich sie gesehen habe, sehr bewegt haben, aber die Wirkung war wohl ca. 1/50stel der Wirkung von Brokeback Mountain (damals waren das "Sex,Lügen und Video" und "Maurice" nach dem Buch von E.M. Forster (auch ein Schwulenthema - scheinbar habe ich eine merkwürdige Affinität dazu - obwohl ich hetero (Frau) bin (zumindest gehe ich im Moment stark davon aus (von dem hetero - nicht von der Frau, da bin ich relativ sicher  Wink) - aber wie einem manche Filme, speziell die über Schafhirten, vor Augen führen - alles ist möglich...). Wenn ich wieder zu Hause bin, muss ich wohl mal sehen, ob meine Uralt Videotapes von den beiden Filmen es noch tun. Ich habe die wirklich inzwischen seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen.

Brokeback Mountain technisch versuche ich mich jedenfalls mit meinen beschränkten Möglichkeiten auch als "Missionarin".
Außer der Kollegin, mit der ich im Kino war, kenne ich niemanden, der den Film gesehen hat.

Bisher habe ich meine DVD zwei befreundeten Kollegen "aufgedrückt". Einer hat den Film bisher angesehen und das Feedback war positiv, von der anderen Kollegin habe ich noch nichts gehört, ich muss wohl mal nachfragen. Mit den beiden die ganze Tragweite zu erörtern, ist leider nicht wirklich möglich. Den einen Kollegen habe ich hier in den USA kennengelernt und er ist schon wieder in seine Heimat Mexico entschwunden, und die Kollegin aus Deutschland werde ich aufgrund meiner ständigen USA Aufenthalte usw. auch erst mal wieder wochenlang nicht sehen.

Demnächst werde ich aber meine Schwester vor den DVD Player fesseln. Ich habe ihr schon angedroht, dass sie nicht mehr meine Schwester sei, wenn ihr der Film nicht gefällt - dann wolle sie ihn lieber nicht sehen, hat sie gesagt, aber da müssen wir jetzt durch. Ich bin nämlich wirklich gespannt wie er ihr gefällt. Sie ist eigentlich eher nüchtern, während ich manchmal schon eher "schwärmerisch" veranlagt bin. Ich glaube jedenfalls nicht, dass sie sich noch so sehr auf einen Film einlassen kann, deshalb wird es bestimmt spannend (und natürlich bleibt sie trotzdem meine Schwester  Smiley)

Meine engeren Freundinnen wohnen leider alle sehr weit weg von mir, aber wenn ich sie das nächste Mal länger besuche, werde ich vorsichtshalber immer die DVD im Gepäck haben...

Was die Schauspieler angeht:
Zunächst war sicher alleine die Wirkung des Filmes da, aber nach einiger Zeit habe ich zugegebenermaßen eine weitere ungesunde Obsession entwickelt.
Jake Gyllenhaal hat es mir wirklich angetan. Es ist faszinierend, was er mit seinen Augen ausdrücken kann.
Ich habe in den letzten Wochen einige Filme mit ihm gesehen, und es waren auch durchaus merkwürdige oder mittelmäßige Filme dabei, aber sobald er auf der Bildfläche erscheint, geht einfach die Sonne auf. Oder in gewisser Weise unter, wenn er spielt, als müsste er das ganze Leid der Welt auf seinen Schultern tragen.
Meine Güte, ich komme mir vor, als wäre ich 12, dabei bin ich 3x so alt... Aber andererseits, was solls, man muss sich ja auch mal eine Freude gönnen...

Die einzigen Filme, die ich vorher mit Heath Ledger gesehen hatte, waren Monsters Ball und Brothers Grimm. Einen extrem bleibenden Eindruck hat er da auch nicht auf mich hinterlassen, obwohl sein Charakter in Brothers Grimm schon knuffig war... Aber was er in Brokeback Mountain gezeigt hat, ist wirklich großartig.

Um noch mal auf die ganze "Synchronisationsproblematik" zurückzukommen.

Lisbeth, bei dem, was Du zur Übersetzung schreibst, kann ich Dir nur Recht geben. Mir kamen auch ein paar Sachen merkwürdig übersetzt vor. Das von Dir erwähnte Beispiel hinterlässt eben so einen lieblosen Eindruck (genau, Delb, zusammengeschustert...) und das ist vielleicht auch insgesamt der Eindruck, den die Synchronisation bei mir hinterlassen hat. Und dann kommen noch dazu Sätze, die einfach (ohne einen für mich ersichtlichen Grund) anders übersetzt wurden. Ich erinnere mich noch an Ennis' "travelling around the coffee pot, looking for the handle", was mit dem Reisen mit dem Finger auf der Landkarte übersetzt wurde, und an das "too early in the Summer, to be sick of beans" vom Basken, an die Übersetzung dafür kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich bin mir sehr sicher, dass sie anders war. Diese Freiheiten in der Übersetzung verändern zwar nicht den Sinn, aber schade finde ich es trotzdem.
Aber in einem anderen Film mit Jake Gyllenhaal (The good girl) gab es auch Übersetzungen, die meiner Meinung nach auch teilweise den Sinn völlig verändert haben  Da frage ich mich dann wirklich, warum (merkwürdigerweise unterschieden sich hier sogar deutsche Untertitel von deutscher Synchronisation). Ich wüsste gerne, ob irgendeiner der "Original-Schaffenden", wie Drehbuchautor oder Regisseur die Übersetzungen freigeben müssen/ dürfen.

Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass ich in Zukunft durchaus öfter mal wieder eine Videothek frequentieren werde, einfach um Filme öfter im Original sehen zu können. Ich glaube, ich werde mich bei synchronisierten Filmen sonst immer fragen: Was haben sie wohl wirklich gesagt???

So, jetzt ist aber Schluss, tut mir leid, ich wollte eigentlich gar nicht so lang schreiben. So ein Post erschlägt einen ja... Vielleicht sollte ich ihn aufteilen? Naja, das machts wahrscheinlich auch nicht mehr besser.

Viele Grüße und gute Nacht
Uli
 
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« Reply #283 on: June 01, 2006, 07:07:11 AM »

Hallo Uli, hallo Markus!
Uli, ich finde gar nicht, dass Du zu viel schreibst, ganz im Gegenteil. Vielleicht rafft sich ja noch jemand auf und schreibt einen Beitrag, das würde uns doch sehr freuen oder? Ich bin ja mal gespannt wie der Film Deiner Schwester gefällt. Ich war zuletzt mit einer Freundin drin, die ihn auch schon lange sehen wollte, aber nie die Kurve gekriegt hat und ich schrieb hier schon, wie bleich sie das Kino verlassen hat, mit Tränen in den Augen und unfähig, auch nur ein Wort zu sagen. Mittlerweile hat sie sich gefangen und - obwohl der Film sie auch sehr beeindruckt hat - ist sie wieder zur Tagesordnung übergegangen während ich nach wie vor hier im Forum rumhänge und mich nicht trennen kann.

Was mir auch sehr gut gefällt hier ist der Thread Photo Captioning Fun! (Laughs and Light Stuff). Manches darin ist zum totlachen und manches ist sehr nachdenklich und auch traurig.

Ich bin den Leuten hier ewig dankbar was sie alles zusammengetragen haben, man kann wirklich ALLES über den Film und die Schauspieler lesen. Welche Filme von Jake Gyllenhaal könnt Ihr mir denn empfehlen? Es gibt sie doch sicher alle auf DVD oder? Im Herbst kommt übrigens "Zodiac" mit Jake raus und "Candy" mit Heath, die werde ich mir bestimmt ansehen.

Markus, der Film läuft immer noch bei uns, also nun schon fast 3 Monate, das finde ich echt eine Leistung.Wartest Du denn auf die DVD in deutsch? In englisch gibt es sie ja schon lange.

Für heute sage ich dann mal wieder tschüüüss.
Lisbeth
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« Reply #284 on: June 04, 2006, 05:27:31 PM »

So, jetzt ist es mal wieder Zeit für eine Antwort...

Die Geschichte mit Deiner Freundin hatte ich auch gelesen. Insgesamt hattest Du aber ja großes Glück - auch wenn sie sich inzwischen wieder von dem Film "erholt" hat - immerhin hat er sie beim ersten Sehen doch extrem mitgenommen.
Bei meiner Schwester hoffe ich nur, dass sie ihn wenigstens nicht völlig blöde, vorhersehbar und schlecht gemacht findet (oder was man sonst noch für schlimme Dinge über Filme sagen kann) und ansonsten wenigstens taktvolle Worte findet, um mir ihre Meinung mitzuteilen... Ich muss vor allem den richtigen Moment finden, um ihn ihr "vorzuführen".
Im Grunde genommen könnte ich sie ja auch in Ruhe lassen damit, aber der Film liegt mir so am Herzen, dass ich ihn eben Menschen, die mir genauso am Herzen liegen, näher bringen will.

Welche Filme kann ich von Jake Gyllenhaal empfehlen? Das ist eigentlich gar nicht so einfach, weil ich im Moment eben ziemlich geblendet bin (Blinder Fan halt - Ich kann mir selbst Filme, die ich mir mit einem anderen Schauspieler wahrscheinlich nie angesehen hätte, 50x ansehen... Bin halt etwas hardcoremäßig drauf im Moment...)
Aber ich versuche es mal:

Der erste Film, den ich mit ihm gesehen hatte, vor Brokeback Mountain und vor allem bevor ich überhaupt wusste, dass ER existiert, war Jarhead (der Film über den letzten Golfkrieg - naja eigentlich mehr über das Warten auf den Krieg). Ich bin mit Kollegen ins Kino gegangen und war eigentlich eher skeptisch - hinterher hatte ich den Eindruck, dass ich die einzige war, der der Film gefallen hat (und das lag nicht (!!!) an Jakes nacktem Hintern, den man in dem Film mehr als einmal zu sehen bekommt). Der Film und Jakes Performance waren einfach großartig (für die Kollegen gab es wahrscheinlich nicht genügend Tote?).
Den Film würde ich jedenfalls wirklich empfehlen, es kann aber natürlich sein, dass manche mit dem Thema an sich nichts anfangen können - wie gesagt, ich war auch vorher skeptisch.

Donnie Darko würde ich auch empfehlen, muss aber sagen, dass es schon ein ein bißchen abgedrehter Film ist, mit dem vielleicht auch nicht jeder etwas anfangen kann - und ich kann auch nicht von mir behaupten, dass ich ihn bis jetzt vollkommen durchschaut habe. Ich will nicht zu viel über den Inhalt verraten, aber es geht um das angekündigte Ende der Welt und darum, ob und wie es abgewendet werden kann (sehr, sehr grobe Inhaltsangabe...)
Der Film hat irgendwie eine hypnotische Wirkung - das klingt merkwürdig, aber so empfinde ich ihn. Ich denke, das liegt an der verwendeten Musik, daran, wie er teilweise gefilmt ist und auch daran, wie Donnie drauf ist (oft wie ein bißchen in Trance) (und natürlich sowieso daran, dass ich dasitze wie ein hypnotisiertes Kaninchen, wenn ich Jake Gyllenhaal sehe - aber das gilt ja dann für alle Filme  Wink)
Lustigerweise hatte ich zu diesem Film auch schon lange bevor ich von Jake wusste, eine "Verbindung", weil die Filmmusik eine traumhaft schöne Coverversion von dem Tears for Fears Lied "Mad World" beinhaltet, die dann eben vor einigen Jahren in den Charts war - in dem Zusammenhang wurde auch manchmal von dem Film gesprochen, der bei uns nie in die Kinos kam, sondern nur auf DVD - und seit dem ging mir der Film eigentlich nicht aus dem Kopf, ich hatte aber eben nie die Kurve bekommen, mich danach umzuschauen. 

Jetzt noch zwei Filme für's Herz: Good Girl und Moonlight Mile. Würde ich auch beide empfehlen.

In Good Girl spielt er einen unglücklichen, unverstandenen und, ich fürchte auch etwas kranken, jungen Mann, der sich in eine ebenso unverstandene, unglückliche, aber eben nicht kranke, Kollegin aus dem Supermarkt verliebt.
Nicht irritieren lassen: Der Film ist manchmal (oder sogar auf der DVD Hülle?) als Komödie gelabelt - was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ich meine, klar hat der Film auch ein paar komische Momente, aber im Großen und Ganzen finde ich ihn eigentlich eher herzzerreißend. Brokeback Mountain hat auch ein paar komische Momente (und damit meine ich nicht die Szene, in der Alma die beiden beim ersten Wiedersehen nach 4 Jahren beobachtet - und während der, zu meinem völligen Unverständnis, der halbe Kinosaal bei meinem Kinobesuch in Deutschland gelacht hat. Aber das nur am Rande), das macht ihn aber eben auch noch lange nicht zur Komödie. Aber vielleicht habe ich Good Girl auch nur falsch verstanden?

In Moonlight Mile müssen Eltern und ein junger Mann, den plötzlichen Tod der Tochter bzw. der Verlobten verarbeiten, die getötet wird, als ein Mann seine Frau in einem Cafe umbringen will. Die drei "verfahren" zunächst so, als hätte die Hochzeit tatsächlich stattgefunden (der "Schwiegersohn" soll Geschäftspartner vom Vater werden und eben auch bei den Eltern bleiben usw.), aber da gibt es eben noch ein Geheimnis, das dann doch einiges ändert...

Was gibt es noch:
The Day after tomorrow möchte ich nicht empfehlen (es sei denn, es gäbe eine Kurzversion nur mit Jakes Szenen  Grin). Klar, es ist wirklich großartig, dass Roland Emmerich so ein ernstes und wichtiges Thema aufgegriffen hat (blablabla), aber der Film an sich ist für mich einfach ein weiterer Katastrophenfilm (mit austauschbarer Katastrophe). Als Teil der Klimakatastrophe friert New York ein, und taut ganz schnell wieder auf, als ein toller Klimaforscher (Vater von Jake Gyllenhaal im Film) sich nach New York durchgeschlagen hat, um seinen Sohn zu retten, der dort "festgefroren" ist... Das ist dann wohl die kürzeste Eiszeit in der Geschichte der Welt. Aber vielleicht sind die Eiszeiten einfach auch nicht mehr das, was sie mal waren... Ich weiß ja nicht...

Proof - ist, glaube ich, erst Anfang Mai in Deutschland angelaufen. Es geht um die Tochter eines schizophrenen - und inzwischen toten - Mathematikprofessors, die Angst hat, auch krank zu sein/werden. Den fand ich (es sei denn Kurzversion - siehe oben (ich sage nur "Liebesszene"  Wink)) auch eher verzichtbar, wenn ich ehrlich bin. Der Film an sich ist zwar nett, aber nicht umwerfend.

Zwei Filme, die es in Deutschland unter Umständen gar nicht gibt (und die ich mich auch nicht jedem zu empfehlen trauen würde):

Bubbleboy - Abgedrehte Komödie (diesmal wirklich - allerdings eine Komödie mit tragischen Momenten...) um einen Jungen, der aufgrund einer allumfassenden Immunschwäche in einer Plastikhülle lebt, aus der er ausbrechen muss, als er das Mädchen, das er liebt, davon abhalten will, den falschen Mann zu heiraten. Das heißt, eigentlich bricht er nicht aus der Hülle aus, sondern bastelt sich eine "Bubble", in der er auf Reisen geht.
Ich weiß nicht, wie ich den Film einstufen soll, da hier bei mir die Hardcore-Sache wahrscheinlich eine große Rolle spielt... Will sagen, mit Jim Carrey oder so (wobei ich Truman Show toll fand, ich kann nur mit seinen "Grimassen-Filmen" wirklich nichts anfangen) könnte ich mir den Film absolut nicht vorstellen, ich glaube, er hätte den Film verdorben. Aber Jake Gyllenhaal ist einfach so wunderbar unschuldig und es gibt wirklich ein paar witzige Szenen in dem Film.

Highway - Eine Art Roadmovie - zwei Freunde sind auf der Flucht vor den Schlägern eines betrogenen Ehemanns. Einer dieser Freunde ist eben Jake Gyllenhaal - Drogendealer und wahrscheinlich selbst sein bester Kunde und deshalb meistens nicht ganz bei sich. Ich würde sagen, es geht um die Freundschaft der beiden und um die Suche nach Liebe.
Der Film ist ein bißchen merkwürdig, hat aber durchaus seine schönen Momente.

In allen Filmen darf Jake Gyllenhaal auch leiden (mal mehr, mal weniger - oh, halt, ich glaube in Proof leidet er nicht sooo sehr) und das macht er einfach immer großartig - und so, dass ich immer ganz schlimm mitleiden muss.

Als nächstes werde ich mir October Sky anschaffen - habe ihn noch nicht gesehen, aber eigentlich nur Gutes gelesen.

Naja, und die Zeit bis Zodiac ist ja noch unerträglich lang...

Na super - sind ja wieder 7 Seiten geworden - statt dass meine Posts kürzer werden, werden sie immer länger - aber irgendwie wollte ich es bei den Empfehlungen nicht nur bei den Titeln belassen, sondern zumindest eine Kurzerklärung abgeben (die wahrscheinlich jemand liest, der die Filme auch kennt und dann denkt: "Na toll, die hat ja wirklich überhaupt nix verstanden..."), damit Du wenigstens ein bißchen einschätzen kannst, ob der Film überhaupt etwas für Dich ist.

Würde mich interessieren, was Du denkst, wenn Du Dir einen weiteren anschauen solltest.

So, jetzt ist aber wirklich Schluss...
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When I feel the warmth of your very soul
I forget I'm cold and crying
When your lips touch mine and I lose control
I forget I'm old and dying

Martin L. Gore - Damaged People
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